Posts by: Tabea Behnisch

Petition Insolvenzverfahren für Staaten

Seit der Finanzkrise 2008 hat sich die Gesamtverschuldung aller Niedrig- und Mitteleinkommensländer nahezu verdoppelt. 122 Länder sind mittlerweile kritisch verschuldet, 18 Länder befinden sich ganz oder teilweise im Zahlungsausfall. Auch Mosambik befindet sich seit Anfang 2017 im teilweisen Zahlungsausfall. Dennoch gibt es kein transparentes Insolvenzverfahren für Staaten. Bei Zahlungsunfähigkeit eines Staates entscheiden allein die kreditgebenden Gläubiger über die Schuldentragfähigkeit und die zu vollziehenden Maßnahmen – ohne Berücksichtigung sozialer Aspekte.

SODI! hat eine Petition gestartet, die die Bundesregierung dazu auffordert, sich für ein geordnetes Staateninsolvenzverfahren auf internationaler Ebene einzusetzen.

Petition und mehr Infos: https://www.openpetition.de/petition/online/ein-faires-und-transparentes-insolvenzverfahren-fuer-staaten-einfuehren

Weitere Infos: http://erlassjahr.de/laenderinfos/mosambik/

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-523547.html

 

Idai und die Auswirkungen auf Frauen

Frauen sind meist am stärksten von Naturkatastrophen betroffen. Ihnen fehlt häufig der Zugang zu wirtschaftlichen Ressourcen, zu Land, zu Informationen, zu Kommunikation – insbesondere Radios sind im Besitz der Männer. Außerdem ist es ohne Zugang zu Energie, Bildung, oder ohne Lesen zu können, schwer für die Frauen bei der Wirksamkeit von Frühwarnsystemen eine entscheidende Rolle zu spielen. In dem Artikel „Ist eine Frau betroffen, sind wir alle betroffen!“ skizzieren die Autorinnen die derzeitige Situation in Mosambik. Betroffene berichten von ihren Erlebnissen und stellen politische Forderungen.

Memorandum

Vom 22. bis 24. Februar fand die Tagung Respekt und Anerkennung in Magdeburg statt.

Lebendige Erinnerungen und ein schwieriges Erbe prägen einen wichtigen Teil der Beziehungen zwischen Deutschland und Mosambik. Vor 40 Jahren schlossen die VR Mosambik und die DDR einen Staatsvertrag. Dieser beeinflusste die Lebenswege von über 17.000 Vertragsarbeiter*innen und mehreren Tausend Expert*innen. Beide Gruppen gerieten auf je eigene Weise in die Mühlen des Kalten Krieges. Bei der deutschen Wiedervereinigung konnten viele Belange nicht zufriedenstellend gelöst werden. Besonders die Vertragsarbeiter*innen erfuhren wenig Anerkennung und Respektierung ihrer Leistungen. Auch wurden Gelder durch staatliche Stellen vorenthalten. Wichtige Fragen sind weiterhin nicht geklärt.

Auf der Tagung kamen Zeitzeug*innen und Betroffene zu Wort und es wurde nach Wegen von Respekt und Recht gesucht.

Die Tagungsteilnehmenden haben ein Memorandum verabschiedet, das Sie hier downloaden können:

http://www.oekumenezentrum-ekm.de/entwicklung-umwelt/Mosambik-Tagung-2019

 

Mosambik Rundbrief 97

 

Der neue Mosambik Rundbrief mit dem Schwerpunkt „Landnutzung und -konflikte“ ist erschienen und kann in der Geschäftsstelle bestellt werden.

Das Inhaltsverzeichnis und weitere Infos gibt es hier.

Der Schwerpunkt ist als Dossier gestaltet und kann hier heruntergeladen werden.

 

Zum Aktiv Werden

Urgent Action von Amnesty International

Der Radio-Journalist Amade Abubacar wurde am 5. Januar 2019 in der Provinz Cabo Delgado von der Polizei festgenommen. Sein Handy wurde beschöagnahmt, sie legten ihm Handschellen an und brachte ihn auf die Wache des Bezirks Macomia. Zu diesem Zeitpunkt interviewte er Binnenvertriebene, die vor gewalttätigen Angriffen im Norden von Cabo Delgado geflohen waren. Amade Abubacar wird ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft gehalten, ist bislang nicht offiziell angeklagt worden und hat keinen Zugang zu seinem Rechtsbeistand.

Weitere Hintergründe und die Petition unter: https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/journalist-willkuerlich-haft

Und https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/journalist-weiter-haft-0

Mitmachen bis zum 25.02.2019

Veranstaltungstipps

Zwei interessante Veranstaltungstipps in Berlin:

29.11.2018, 17:30 Uhr: Podiumsdiskussion: Schuldenkrise in Mosambik  (taz-Kantine, Friedrichstraße 21, 10969, Berlin)

http://www.sodi.de/aktuell/terminekalender/termin_detail/datum/2018/11/29/podiumsdiskussion-schuldenkrise-in-mosambik/

6.12.2018, 12 bis 19 Uhr: Fachtagung: Afrika am Kredithaken (Seminar mit Spreeblick, An der Schillingbrücke 4; Nähe Ostbahnhof)

http://erlassjahr.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/09/tagung_afrika_am_kredithaken_181206.pdf

 

Zum Mitmachen

Urgent Action von Amnesty International

Seit dem 10. Oktober erhalten mehrere Journalist_innen und zivilgesellschaftlich engagierte Personen im Norden von Mosambik anonyme Morddrohungen und Drohanrufe. Die Drohungen begannen, nachdem die Betroffenen im Rahmen der Kommunalwahlen in den Städten Nacala-Porto und Nampula Wahllokale kontrolliert und die Wahlergebnisse live veröffentlicht hatten.

Die Petition von AI richtet sich an den mosambikanischen Justizminister, Joaquim Veríssimo, und läuft noch bis zum 30.11.2018:

https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/anonyme-drohungen?fbclid=IwAR2Yq6o3qi5Fy9dgon5OTQoBnwP-__fiZduJf_d1myIDqIb0pByER-EHHuc

Amnesty International hat auch eine Gruppe „Regionalverband Westafrika“, in der auch regelmäßig über Mosambik informiert wird: http://www.amnesty-westafrika.de/Main/Aktionen

 

Einladung zum Seminar

Wir laden herzlich zu unserem entwicklungspolitischen Seminar nach Berlin ein!

Thema: Auf dem Holzweg?! – Forstplantagen und ihre Auswirkungen in Mosambik

Wann: 19. bis 21. Oktober 2018

Wo: WannseeFORUM Berlin

Mosambik ist eines der Länder, das zunehmend im Blick der internationalen Holzindustrie steht. Derzeit sind bereits mehr als eine Million Hektar Land an Forstkonzerne vergeben worden. Bei dem hohen Anteil der Mosambikaner_innen, die von Subsistenzlandwirtschaft leben, steht die Vergabe von Land in großer Konkurrenz zur Ernährungssouveränität der Bevölkerung.

Auf dem Seminar möchten wir uns informieren und darüber diskutieren, ob diese Entwicklungen der mosambikanischen Bevölkerung dient. Wir freuen uns auf unseren mosambikanischen Gastreferenten Jeremias Vunjanhe von der Nichtregierungsorganisation ADECRU.

Das Programm und mehr Infos gibt es hier

Mosambik Rundbrief 96

Der neue Mosambik Rundbrief mit dem Schwerpunkt Altern in Mosambik ist erschienen und kann in der Geschäftsstelle bestellt werden.

Die Artikel verdeutlichen die politischen und sozialen Herausforderungen einer gerechten Gesellschaft, in der auch ältere Menschen in Würde leben können. Außerdem zeigen die persönlichen Geschichten die wertvollen Beiträge älterer Menschen für die mosambikanische Gesellschaft.

Das Inhaltsverzeichnis und weitere Infos gibt es hier.

Zum Mitmachen: Petition

Für eine Zellstofffabrik sollen in Mosambik bis zu 237.000 Hektar Wald gerodet werden, darunter einzigartige Miombo-Ökosysteme. Die portugiesische Firma Portucel will auf dem Land Eukalyptusplantagen anlegen.

Rettet den Regenwald hat dagegen eine Petition gestartet, der sich an die Weltbank-Gruppe richtet, die das Projekt finanzieren wollen.

Hier geht es zu der Hintergrundstudie (siehe auch Blog-Beitrag vom 17.11.2017).