Schuldenkrise

Die mosambikanische Regierung erklärte Ende Oktober, dass sie den Schuldendienst gegenüber den privaten Anleihegläubigern der staatlichen Firmen EMATUM, Proindicus und MAM bis 2021 nicht in voller Höhe aufbringen könne. Der Schuldendienst an die übrigen Gläubiger solle jedoch aufrecht erhalten werden.

Im Vertrauen auf die Rohstoffreserven des Landes hat Mosambik in großem Stil Kredite im Ausland aufgenommen. Nachdem im April diesen Jahres herauskam, dass die Regierung Mosambiks Schulden in Höhe von 2,7 Milliarden US-Dollar vor der Öffentlichkeit versteckt hatte, hatten der IWF und andere Geber ihre Zahlungen eingestellt. Eine Wiederaufnahme macht der IWF von einer Überprüfung der geheim gehaltenen Schulden und einer Teilumschuldung abhängig. (Quelle: erlassjahr.de)

Die britische NGO Jubilee Campaign fand heraus, dass die Kredite in London aufgenommen wurden: http://jubileedebt.org.uk/press-release/campaigners-in-mozambique-call-for-non-payment-of-hidden-debts

Briefkampagne an die Banken zum Schuldenerlass: http://jubileedebt.org.uk/actions/tell-credit-suisse-vtb-drop-secret-loans-mozambique