Ausnahmezustand

Aufgrund der COVID-19 Krise beschloss das mosambikanische Parlament für die Zeit vom 1. bis 30. April den „Ausnahmezustand“ – dieser kann bis zu zwei Mal verlängert werden. Konkret bedeutet das, dass vermehrte Restriktionen bezüglich der Bewegungsfreiheit erlaubt sind. Bisher ist aber kein kompletter „lockdwon“ beschlossen. Neu ist, dass alle öffentlichen Veranstaltungen, inklusive religiösen, nicht mehr gestattet sind und „Vergnügungseinrichtungen“ schließen müssen oder sich einschränken. Zudem müssen sich alle Menschen, die kürzlich von einer Auslandsreise zurückkamen oder Kontakt zu einer Person, bei der COVID-19 nachgewiesen wurde, in häuslicher Quarantäne aufhalten.

Die Opposition befürchtet, dass die FRELIMO den Ausnahmezustand dazu ausnutzen könnte, die Freiheitsrechte der Bevölkerung extrem einzuschränken.

Schätzungen des britischen Imperial College zufolge könnte COVID-19 in Mosambik bis zu 65.000 Menschen töten, wenn keine Maßnahmen (wie die erfolgten) ergriffen würden.

Mehr Infos – auch Kritik und alternative Maßnahmen – unter: https://cipmoz.org/

https://www.dw.com/pt-002/covid-19-mo%C3%A7ambique-entra-em-estado-de-emerg%C3%AAncia/a-52977310