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Aktuelles zur Unwetterkatastrophe in Mosambik

Der Zyklon Idai traf am 14.3.2019 auf die Küste Mosambiks (Höhe Beira) und hinterließ Zerstörung und Verwüstung, nachdem er zuvor schon auf überraschender Route im Inland Schaden angerichtet hatte.

In Solidarität denken wir an alle Betroffenen in Mosambik! Bitte unterstützt die verschiedenen Rettungs- und Wiederaufbaumaßnahmen nicht nur aktuell sondern auch langfristig!

Hier findet Ihr Links zu aktuellen Veröffentlichungen und zu Spendenaktionen, die wir zur Zeit für sinnvoll erachten.

Wer kleine, lokale Initiativen unterstützen möchte, kann für die folgenden Initiativen spenden:

 

Wer die Soforthilfe bei einer der großen Organisationen unterstützen möchte, kann sich an das Rote Kreuz oder die Diakonie Katastrophenhilfe wenden:

Diakonie Katastrophenhilfe stellt 100.000 Euro bereit
Wirbelsturm * Überschwemmungen * Mosambik * Beira * Naturkatastrophe

Berlin, 19. März 2019. Die Diakonie Katastrophenhilfe stellt in einem ersten Schritt 100.000 Euro Soforthilfe für die Betroffenen von Zyklon Idai in Mosambik bereit. Aktuellen Berichten zufolge sind mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen, Hunderttausende sind obdachlos. „Die Nachrichten aus Mosambik erschüttern uns zutiefst“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. „Wir sind mit unseren Partnern in Kontakt und klären nun mit Hochdruck, wie wir den Menschen helfen können.“ Es wird befürchtet, dass sich die Lage weiter zuspitzt, da für die kommenden Tage weitere schwere Regenfälle vorhergesagt werden.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Kilometern pro Stunde ist der Wirbelsturm Idai am vergangenen Freitag in Mosambik auf Land getroffen. Am stärksten betroffen ist die Provinz Sofala mit der Großstadt Beira, in der etwa eine halbe Million Menschen leben. „Wir müssen leider davon ausgehen, dass in Beira fast jedes Haus beschädigt wurde und nun hunderttausende Menschen obdachlos sind“, sagt Füllkrug-Weitzel. Die Vereinten Nationen schätzen, dass etwa 600.000 Menschen direkt von dem Wirbelsturm und den anschließenden Überschwemmungen betroffen sind. Da Telefon und Mobilfunk fast komplett zusammen gebrochen sind, ist das genaue Ausmaß der Schäden noch nicht absehbar. Der mosambikanische Präsident befürchtet mehr als 1000 Tote.

„Unsere erfahrene Partnerorganisation in Mosambik bereitet die Soforthilfe vor und bekommt von uns dabei jede Unterstützung“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Wir werden zunächst Nahrungsmittel und Trinkwasser an 50.000 Menschen verteilen und sie mit Hygieneartikeln und Decken versorgen, damit sie die nächsten Tage überstehen“, so Keßler. Sauberes Wasser ist wichtig, um zu verhindern, dass sich Krankheiten ausbreiten. Da viele Krankenhäuser im Katastrophengebiet zerstört wurden, ist die Gesundheitsversorgung ein großes Problem. „Die Schäden in Mosambik sind immens. Um den Menschen in den kommenden Wochen beistehen zu können, bitten wir dringend um Spenden“, sagt Füllkrug-Weitzel.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin,
Evangelische Bank,
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Wirbelsturm Idai
Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international, Freiburg,
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL
Stichwort: Wirbelsturm Mosambik
Online unter: www.caritas-international.de

 

Memorandum

Vom 22. bis 24. Februar fand die Tagung Respekt und Anerkennung in Magdeburg statt.

Lebendige Erinnerungen und ein schwieriges Erbe prägen einen wichtigen Teil der Beziehungen zwischen Deutschland und Mosambik. Vor 40 Jahren schlossen die VR Mosambik und die DDR einen Staatsvertrag. Dieser beeinflusste die Lebenswege von über 17.000 Vertragsarbeiter*innen und mehreren Tausend Expert*innen. Beide Gruppen gerieten auf je eigene Weise in die Mühlen des Kalten Krieges. Bei der deutschen Wiedervereinigung konnten viele Belange nicht zufriedenstellend gelöst werden. Besonders die Vertragsarbeiter*innen erfuhren wenig Anerkennung und Respektierung ihrer Leistungen. Auch wurden Gelder durch staatliche Stellen vorenthalten. Wichtige Fragen sind weiterhin nicht geklärt.

Auf der Tagung kamen Zeitzeug*innen und Betroffene zu Wort und es wurde nach Wegen von Respekt und Recht gesucht.

Die Tagungsteilnehmenden haben ein Memorandum verabschiedet, das Sie hier downloaden können:

http://www.oekumenezentrum-ekm.de/entwicklung-umwelt/Mosambik-Tagung-2019

 

Mosambik Rundbrief 97

 

Der neue Mosambik Rundbrief mit dem Schwerpunkt „Landnutzung und -konflikte“ ist erschienen und kann in der Geschäftsstelle bestellt werden.

Das Inhaltsverzeichnis und weitere Infos gibt es hier.

Der Schwerpunkt ist als Dossier gestaltet und kann hier heruntergeladen werden.

 

Zum Aktiv Werden

Urgent Action von Amnesty International

Der Radio-Journalist Amade Abubacar wurde am 5. Januar 2019 in der Provinz Cabo Delgado von der Polizei festgenommen. Sein Handy wurde beschöagnahmt, sie legten ihm Handschellen an und brachte ihn auf die Wache des Bezirks Macomia. Zu diesem Zeitpunkt interviewte er Binnenvertriebene, die vor gewalttätigen Angriffen im Norden von Cabo Delgado geflohen waren. Amade Abubacar wird ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft gehalten, ist bislang nicht offiziell angeklagt worden und hat keinen Zugang zu seinem Rechtsbeistand.

Weitere Hintergründe und die Petition unter: https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/journalist-willkuerlich-haft

Und https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/journalist-weiter-haft-0

Mitmachen bis zum 25.02.2019

Veranstaltungstipps

Zwei interessante Veranstaltungstipps in Berlin:

29.11.2018, 17:30 Uhr: Podiumsdiskussion: Schuldenkrise in Mosambik  (taz-Kantine, Friedrichstraße 21, 10969, Berlin)

http://www.sodi.de/aktuell/terminekalender/termin_detail/datum/2018/11/29/podiumsdiskussion-schuldenkrise-in-mosambik/

6.12.2018, 12 bis 19 Uhr: Fachtagung: Afrika am Kredithaken (Seminar mit Spreeblick, An der Schillingbrücke 4; Nähe Ostbahnhof)

http://erlassjahr.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/09/tagung_afrika_am_kredithaken_181206.pdf

 

Zum Mitmachen

Urgent Action von Amnesty International

Seit dem 10. Oktober erhalten mehrere Journalist_innen und zivilgesellschaftlich engagierte Personen im Norden von Mosambik anonyme Morddrohungen und Drohanrufe. Die Drohungen begannen, nachdem die Betroffenen im Rahmen der Kommunalwahlen in den Städten Nacala-Porto und Nampula Wahllokale kontrolliert und die Wahlergebnisse live veröffentlicht hatten.

Die Petition von AI richtet sich an den mosambikanischen Justizminister, Joaquim Veríssimo, und läuft noch bis zum 30.11.2018:

https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/anonyme-drohungen?fbclid=IwAR2Yq6o3qi5Fy9dgon5OTQoBnwP-__fiZduJf_d1myIDqIb0pByER-EHHuc

Amnesty International hat auch eine Gruppe „Regionalverband Westafrika“, in der auch regelmäßig über Mosambik informiert wird: http://www.amnesty-westafrika.de/Main/Aktionen

 

Einladung zum Seminar

Wir laden herzlich zu unserem entwicklungspolitischen Seminar nach Berlin ein!

Thema: Auf dem Holzweg?! – Forstplantagen und ihre Auswirkungen in Mosambik

Wann: 19. bis 21. Oktober 2018

Wo: WannseeFORUM Berlin

Mosambik ist eines der Länder, das zunehmend im Blick der internationalen Holzindustrie steht. Derzeit sind bereits mehr als eine Million Hektar Land an Forstkonzerne vergeben worden. Bei dem hohen Anteil der Mosambikaner_innen, die von Subsistenzlandwirtschaft leben, steht die Vergabe von Land in großer Konkurrenz zur Ernährungssouveränität der Bevölkerung.

Auf dem Seminar möchten wir uns informieren und darüber diskutieren, ob diese Entwicklungen der mosambikanischen Bevölkerung dient. Wir freuen uns auf unseren mosambikanischen Gastreferenten Jeremias Vunjanhe von der Nichtregierungsorganisation ADECRU.

Das Programm und mehr Infos gibt es hier

Mosambik Rundbrief 96

Der neue Mosambik Rundbrief mit dem Schwerpunkt Altern in Mosambik ist erschienen und kann in der Geschäftsstelle bestellt werden.

Die Artikel verdeutlichen die politischen und sozialen Herausforderungen einer gerechten Gesellschaft, in der auch ältere Menschen in Würde leben können. Außerdem zeigen die persönlichen Geschichten die wertvollen Beiträge älterer Menschen für die mosambikanische Gesellschaft.

Das Inhaltsverzeichnis und weitere Infos gibt es hier.

Zum Mitmachen: Petition

Für eine Zellstofffabrik sollen in Mosambik bis zu 237.000 Hektar Wald gerodet werden, darunter einzigartige Miombo-Ökosysteme. Die portugiesische Firma Portucel will auf dem Land Eukalyptusplantagen anlegen.

Rettet den Regenwald hat dagegen eine Petition gestartet, der sich an die Weltbank-Gruppe richtet, die das Projekt finanzieren wollen.

Hier geht es zu der Hintergrundstudie (siehe auch Blog-Beitrag vom 17.11.2017).