Ida e Volta Seminar

Eine herzliche Einladung zum Seminar „Ida e Volta“:

26. bis 28. Mai 2017 in Bielefeld (Zweischlingen)

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Das Seminar richtet sich an alle, die im Rahmen eines Freiwilligendienstes oder eines Praktikums einige Zeit in Mosambik gelebt haben, und Lust dazu haben, sich weiter mit dem Land zu beschäftigen und auszutauschen.

Studie zur Weltbank

Die Richtlinien der Weltbank unterstützen Subventionen für Kredite im fossilen Sektor und untergraben damit Initiativen der Föderung regenerativer Energien und des Umweltschutzes. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie vom Bank Information Center (BIC). Die Studie verdeutlicht dies an Beispielen aus Indonesien, Peru, Ägypten und Mosambik.

Infos zur gesamten Studie

Studie zu Mosambik

Neu: Mosambik Rundbrief 93

coverrb93Der neue Mosambik Rundbrief mit dem Schwerpunkt „Zwischen Krieg und Frieden – Mosambik in der Krise“ ist erschienen und kann in der Geschäftsstelle bestellt werden.

Das Inhaltsverzeichnis und weitere Infos gibt es hier.

Der Schwerpunkt ist als Dossier gestaltet und kann hier heruntergeladen werden.

Dokumentation online

seminar_zwischen-krieg-und-frieden_headerDie Dokumentation des Politischen Seminars 2016 ist jetzt online! Hier finden Sie alle Vorträge, Diskussionen, Arbeitsgruppen und die Kindertagung zum Hören und Lesen dokumentiert.

Außerdem finden Sie dort weitere Artikel zum Thema, die in unserem Dossier „Zwischen Krieg und Frieden – Mosambik in der Krise“ erschienen sind.

 

Mehr zur Schuldenkrise

„Ist Mosambik das nächste Ziel der Geierfonds?“, fragt das europäische Schulden-Dachnetzwerk EURODAD in Brüssel. In Ermangelung eines kohärenten Insolvenzverfahrens für Staaten wird es für Mosambik, das seit dem Auftauchen versteckter Schulden vor einer erneuten Schuldenkrise steht, schwierig werden, seine Schuldenlast auf ein tragfähiges Maß zu reduzieren. Diese Lücke in der globalen Finanzarchitektur können sogenannte Geierfonds ausnutzen, um auf Kosten des Schuldners und kooperativer Gläubiger hohe Gewinne einzustreichen. Mehr dazu im Blog von EURODAD (auf Englisch): http://eurodad.org/Mozambique_future_target_vulture_funds

 

Schuldenkrise

Die mosambikanische Regierung erklärte Ende Oktober, dass sie den Schuldendienst gegenüber den privaten Anleihegläubigern der staatlichen Firmen EMATUM, Proindicus und MAM bis 2021 nicht in voller Höhe aufbringen könne. Der Schuldendienst an die übrigen Gläubiger solle jedoch aufrecht erhalten werden.

Im Vertrauen auf die Rohstoffreserven des Landes hat Mosambik in großem Stil Kredite im Ausland aufgenommen. Nachdem im April diesen Jahres herauskam, dass die Regierung Mosambiks Schulden in Höhe von 2,7 Milliarden US-Dollar vor der Öffentlichkeit versteckt hatte, hatten der IWF und andere Geber ihre Zahlungen eingestellt. Eine Wiederaufnahme macht der IWF von einer Überprüfung der geheim gehaltenen Schulden und einer Teilumschuldung abhängig. (Quelle: erlassjahr.de)

Die britische NGO Jubilee Campaign fand heraus, dass die Kredite in London aufgenommen wurden: http://jubileedebt.org.uk/press-release/campaigners-in-mozambique-call-for-non-payment-of-hidden-debts

Briefkampagne an die Banken zum Schuldenerlass: http://jubileedebt.org.uk/actions/tell-credit-suisse-vtb-drop-secret-loans-mozambique

 

Auswirkungen der Dürre

Die aktuelle Studie von CARE „Hope dries up? Women and Girls coping with Drought and Climate Change in Mozambique“ analysiert die Auswirkungen der Dürre in Mosambik, insbesondere für Frauen und Mädchen. Die aktuelle Dürre ist die schlimmste seit 35 Jahren, ausgelöst durch ein besonders starkes El Niño-Phänomen, das im Zusammenhang mit der globalen Erwärmung steht.

https://www.care.de/meldungen/meldung/News/detail/care-studie-verzweifelte-strategien-gegen-den-hunger-in-mosambik/

 

Petition an ThyssenKrupp

500 people of the Cateme community, Tete Province in Mozambique, blocked the railway at the crossing close to the community, that they were resettled because the area they used to live in has been expropriated for coal mining. They feel they weren't compensated as promised. The solution was a protest against the mining company Vale, who transport coal on the railway.Wasserknappheit statt fruchtbarer Felder, Arbeitslosigkeit statt einträglicher Familienbetriebe: mehr als 1000 Familien wurden in Mosambik zwangsumgesiedelt – und ihre Heimat zur Kohlemine für ThyssenKrupp.

Früher konnten sich diese Familen komplett selbst versorgen. Heute leben sie von einer Mahlzeit am Tag und leiden unter Wassermangel. Eine faire Entschädigung für all das Leid? Fehlanzeige! ThyssenKrupp behauptet einfach, von diesen Mißständen nichts zu wissen.

Der Stahl- und Rüstungskonzern lässt zu, dass seine Zulieferer Menschenrechte verletzen – damit er weiter billige Kohle für sein dreckiges Geschäft beziehen kann.

Lassen wir ThyssenKrupp diese Tatenlosigkeit nicht durchgehen. Fordern Sie ThyssenKrupp dazu auf, seine Zulieferer zur Entschädigung zu verpflichten: https://actions.sumofus.org/a/thyssenkrupp-sorgen-sie-fuer-entschaedigung/?akid=24189.9762149.2-HAdb&rd=1&source=fwd&t=1

Mehr Infos (u.a. eine Studie) unter: http://www.ci-romero.de/presse_studie_diebstahl/

Rundreise Veranstaltungen

Im Rahmen der Informationsrundreise mit Adérito Caldeira (Chefredakteur bei der Zeitung @verdade) finden Veranstaltungen in Bielefeld und Bonn statt.

In Bielefeld am 25. Oktober 2016 (20 Uhr): Zwischen Krieg und Frieden – Mosambik in der Krise

Weitere Informationen

In Bonn am 26. Oktober 2016 (18:30 Uhr): Mosambik in der Krise – Absturz eines Musterlandes der Entwicklungszusammenarbeit?

Weitere Informationen

 

Mitzeichung Positionspapier

Der KKM hat das Positionspapier „Für eine demokratische und global gerechte Rohstoffpolitik“ mit unterzeichnet.
Die Bundesrepublik ist abhängig vom Import von metallischen, mineralischen und fossilen Rohstoffen. Der Abbau dieser Rohstoffe findet häufig auf Kosten der Umwelt und unter Verletzung von Menschenrechten statt. Die bundesdeutsche Politik berücksichtigt diese Auswirkungen nicht ausreichend bei ihrer Unterstützung der Industrie für eine erhöhte Versorgungssicherheit.