Schulpartnerschaften

Schulpartnerschaften & „Globales Lernen“

Globales Lernen versteht sich als die pädagogische Antwort auf die Erfordernisse einer gerechten und nachhaltigen Entwicklung der Weltgesellschaft im Kontext der Globalisierung.

Globales Lernen möchte sowohl die Orientierung für das eigene Leben in der globalisierten Weltgesellschaft unterstützen als auch umgekehrt danach fragen, wie wir zu einer gerechten und nachhaltigen Gestaltung der Weltgesellschaft beitragen können oder sollten („global denken – lokal handeln“).

Schulpartnerschaften zwischen Ländern des globalen Südens und Ländern des Nordens bieten vielfältige Möglichkeiten für Globales Lernen im Sinne der Agenda 21. Innerhalb von globalen Lernpartnerschaften wird ein besonderer Raum der Begegnung geschaffen, in dem Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen persönliche Beziehungen aufbauen und durch den direkten Dialog in einem gegenseitigen Lernprozess interagieren.

Viele Schulen haben sich auf den Weg gemacht und sind Partnerschaften mit Ländern des Südens eingegangen, circa 20 deutsche Schulen haben inzwischen Partnerschulen in Mosambik.

Schon seit mehr als 30 Jahren initiiert, begleitet und unterstützt der KKM Süd-Nord-Schulpartnerschaften, um ihre großen Potentiale hinsichtlich des globalen Lernens zu nutzen. Der KKM unterstützt die Schulen bei der Initiierung und Weiterentwicklung ihrer Partnerschaften und stellt eine Plattform für Erfahrungsaustausch und Vernetzung dar.

 

Die Schulpartnerschaftsarbeit des KKM

Gute Gründe für eine Schulpartnerschaft mit Mosambik!

  • Durch den KKM besteht bereits eine gute Kooperationsstruktur; neue Schulen können von den langjährigen Kontakten und Erfahrungen profitieren
  • Mosambik ist politisch verhältnismäßig stabil und ein Schwerpunktland für deutsche Entwicklungszusammenarbeit
  • Durch die jahrzehntelangen engen Beziehungen Mosambiks zur DDR gibt es Mosambikaner_innen in Deutschland und deutschsprechende Mosambikaner_innen in ihrem Heimatland, die in die Partnerschaften eingebunden werden können

Der KKM bietet unterstützende Angebote für die Schulen:

  • Kontakte zwischen den Partnerschulen durch Seminare und Treffen
  • jährliche Schulpartnerschaftsseminare zu spezifischen Themenbereichen
  • Zeitschrift Mosambik Rundbrief mit Schulpartnerschaftsseiten
  • Unterrichtsmaterialien zu Mosambik
  • Newsletter zu aktuellen Entwicklungen in Mosambik
  • Organisation von Dialog-Projekten an deutschen und mosambikanischen Schulen
  • Beratung beim Aufbau einer Mosambik-Schulpartnerschaft
  • Vermittlung von Referent_innen und Künstler_innen

Ziele der Schulpartnerschaftsarbeit

Förderung von Globalem und Interkulturellem Lernen

Schulpartnerschaften können

  • Verständnis wecken für globale Zusammenhänge
  • Weltoffenheit und Toleranz einüben
  • Perspektiven fördern für andere (nicht-rassistische) Sichtweisen und Praktiken, die auf Augenhöhe sind
  • ein differenzierteres Bild von afrikanischen Ländern vermitteln und Vorurteile abbauen
  • praktische Solidarität einüben
  • Bereitschaft fördern, Verantwortung zu übernehmen
  • den Schulalltag bereichern
  • Motivation schaffen, entwicklungspolitische Themen innerhalb der Schulen und Schulpartnerschaftsgruppen weiter zu bearbeiten

Durch welche Aktivitäten können diese Ziele erreicht werden?

  • Lernen in Projekten und Austausch mit „Expert_innen“ aus anderen Schulpartnerschaften
  • Vertiefung im Unterricht parallel in vielen Fächern, wie Gesellschaftslehre, Literatur, Musik, Kunst, Naturwissenschaften
  • Themenspezifische Aktionen / Kampagnen; Beschäftigung mit Themenfeldern wie Rassismus, Rohstoffabbau, Kampagne „Kinder haben Rechte“ u.a.
  • Briefwechsel und Begegnungsreisen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Spendenmobilisierung, z.B. durch „Run for Help“, Bazare, Benefizveranstaltungen, Pausenverkauf u.v.a.m.

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