Schuldenerlass

Von Beginn der Schuldenerlass-Initiative und erlassjahr.de bis 2010 haben wir mit unserer Partnerorganisation Grupo Mocambicana de Dívida zu diesem Thema gearbeitet.

In den letzten Jahren beschleunigt sich der Schuldenaufbau Mosambiks wieder zunehmend. Mosambik ist eines von fünf Ländern der Region Subsahara-Afrika, die im Schuldenreport 2020 von erlassjahr.de als „sehr kritisch“ einstuft werden.

Seit 2016 befindet sich Mosambik im teilweisen Zahlungsausfall. 2016 kam ans Licht, dass die vorherige Regierung unter Umgehung des Parlaments Kredite dreier halbstaatlicher Unternehmen in Höhe von insgesamt knapp 2 Milliarden US-Dollar autorisiert hatte, den so genannten „illegalen Schulden“.

Die mosambikanische Zivilgesellschaft erhob auf der Grundlage einer Überprüfung der drei Firmen EMATUM, MAM und ProIndicus durch die US-Buchprüfungsfirma Kroll schwere Betrugs-und Korruptionsvorwürfe gegen den damaligen Finanzminister, mehrere hohe Beamt*innen und Funktionär*innen der Regierungspartei sowie deren libanesische und französische Geschäftspartner. In diesem Zusammenhang gab es bereits mehrere Verhaftungen, aber keine Umschuldung oder gar Streichung der fragwürdigen Kredite.

Hintergründe und den Stand vom Herbst 2019 findet ihr in dem Artikel „Betrügerisches Netzwerk“ (S.8 – 10) im Rundbrief Dossier Mosambik – Quo vadis?.

Weitere aktuelle Informationen finden Sie auf unserem Blog und auf der Website von erlassjahr.de

Studie zum Schuldenerlass am Beispiel Ghana und Mosambik

Erlassjahr.de veröffentlichte eine Studie, in der es um Effekte vergangenen Schuldenerlasses und die danach erfolgte Entwicklung der Schuldensituation geht, dargestellt an den Beispielen Mosambik und Ghana. Die Studie ist in Zusammenarbeit mit der Schwesterkampagne Jubilee Nederlands entstanden und war das Hintergrundpapier für eine Konferenz im Dezember in Den Haag in 2011.

Nachzulesen hier