Mosambik Rundbrief 104
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Jugend. Träume. Perspektiven.
Die Aussage des Generalkommandanten der Polizei (PRM), Bernardino Rafael, am 13. Mai, dass der Krieg in Cabo Delgado nun fast beendet sei, war zu schön um wahr zu sein. Im Artikel „Inklusiver Dialog“ berichtet Petra Aschoff von der Situation der Geflüchteten, der Nothilfe und der Relevanz der Friedenssicherung für den Wiederaufbau.
Vor wenigen Wochen veröffentlichte der Weltklimarat einen neuen Bericht. Das Ergebnis: Wir brauchen einen radikalen systemischen Wandel, um den Klimakollaps abzuwehren und das 1,5 Grad Ziel zu erreichen. Die Bundesregierung, die EU und andere Länder interessiert das anscheinend wenig; die Lobby der mächtigen Interessensverbände ist stärker.
Währenddessen ist die Klimakrise mit den damit verbundenen Wetterextremen in Mosambik deutlich spürbar und richtete auch in diesem Frühjahr im Norden und Zentrum große Schäden an. Seit dem Beginn der Regenzeit im Oktober waren bereits im März mindestens 134 Menschen ums Leben gekommen und weitere 760.000 waren direkt durch Wetterkatastrophen betroffen. Das Nationale Wetterinstitut (INAM) berichtete, dass Mosambik zwischen Oktober und Dezember, besonders im Norden des Landes, die trockenste Periode seit 40 Jahren erlebte. In der Provinz Maputo und dem südlichen Gaza fiel hingegen viel mehr Regen als üblich.
Mangrovenwäldern kommt in Zeiten der Klimakrise eine besondere Bedeutung zu. Denn sie schützen das Land vor Sturm und Überflutung und haben ein enormes CO2-Bindungspotential. Fast die gesamte Küstenlinie Mosambiks ist von ihnen gesäumt. Da die Mangrovenwälder selbst jedoch auch sehr gefährdet sind, wurde kürzlich ein groß angelegtes Projekt zu ihrem Schutz implementiert. Ingrid Lorbach berichtet in dem Beitrag „Grüner Schutzwall“ von dem einzigartigen Ökosystem und den Zielen und Vorhaben des Projektes.
Der Schwerpunkt dieses Heftes knüpft an den Mosambik Rundbrief 103 zum Thema „Sozialen Wandel gestalten“ an, bei dem verschiedene Initiativen von und für junge Menschen vorgestellt wurden. Wir möchten vermehrt jungen Stimmen Raum geben, sich und ihre Visionen zu präsentieren. Damit entsteht ein buntes Bild der vielfältigen Lebensentwürfe, die Jugendliche in Mosambik mit ihrer Kreativität und ihrem starken Willen nach Veränderung gestalten.
Wir wünschen eine anregende Lektüre
Inhalt der Ausgabe
Editorial
Aktuelles
In Kürze
Schwerpunkt
- Jugend. Träume. Perspektiven.
- Barrieren überwinden: Wirtschaftliches Empowerment von jungen Frauen
- Brandbeschleuniger: Jugend und Extremismus
- Boxen statt Party. Wie DJ Yuri Mendes die Corona-Jahre überstand
- „Outros Corpos Nossos: Um Sichtbarkeit kämpfen, mit Sichtbarkeit spielen“
- Miteinander wachsen: Wünsche und Träume ehemaliger Straßenkinder
- Menino Migrante. Interview mit Edmércio Quitéria
Solidarität
Kultur
Galerie
Post aus Mosambik
Über das Titelbild
Ein Foto von David-Simon Groß