Mosambik Rundbrief 105

Titel Mosambik Rundbrief 105
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Kunst & Kultur

Kunst ist politisch, Kunst ist heilend, Kunst ist befreiend. Kunst greift aktuelle Themen auf und macht auf soziale Umstände aufmerksam und regt so zum kritischen Denken und Austausch an. Tabus können angesprochen werden, Provokation ist manchmal absichtlich.

In Mosambik leben viele verschiedene Volksgruppen, es werden über 40 Sprachen gesprochen. Die Menschen im Norden Mosambiks haben teilweise andere Traditionen als die in Zentralmosambik oder im Süden. Das Resultat ist die große kulturelle Bandbreite, die das Land zu bieten hat. Beeinflusst von den Geschichten vieler Vorfahren und der Umwelt entwickelten sich verschiedene musikalische Praktiken, Mode und Körperschmuck und auch alltägliche Sachen, wie Essen, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Wer Kunst und Kultur verbietet, der verbietet einer Gesellschaft die Auslebung ihres vollen Potenzials und schränkt die Meinungsfreiheit ein. Kunstschaffende müssen geschützt werden. Rapper*innen, Autor*innen, wie auch Jornalist*innen – die kritische Texte schreiben und veröffentlichen – sollen keine Angst um ihr Leben haben müssen. Dies ist je doch nicht überall der Fall, auch manchmal in Mosambik nicht. Amnesty International und Reportern ohne Grenzen zufolge verschlechtert sich die Lage um die Meinungs- und Pressefreiheit in Mosambik.

„Kunst bedeutet für mich einen ständigen Kampf. Nicht aufgeben. Es bedeutet Herausforderung, denn diese Herausforderungen lassen mich wissen, dass bessere Tage kommen und dass unsere Probleme lösbar sind. Es wird immer Unsicherheiten und Probleme geben, aber diese sind lösbar und das zeigt mir die Kunst“, resümiert unsere diesjährige Gastreferentin Maria Atália Adamugy. Kunst ist somit für Maria Atália Adamugy das Überwinden von Problemen. Dies unterstreicht nochmal, wie wichtig für sie Kunst ist: es hilft ihr, das Leben zu leben und gibt ihr Hoffnung, Willen und Mut.

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Über das Titelbild

Ein Foto von David-Simon Groß