Staats-
verschuldung

Mosambik steckt seit einigen Jahren in einer neuen Schuldenkrise. Dabei verzeichnete das Land zwischen 2006 und 2014 eine positive Entwicklung. Basis dafür war die Schuldenerlass-Initiative für hochverschuldete, arme Länder (HIPC) zu Gunsten von Armutsbekämpfung, die eine Streichung der Staatsschulden in Höhe von 2,36 Mrd. US-Dollar ermöglichte. Dadurch konnte Mosambik die Summen, die es zuvor für den Schuldendienst (Zinsen und Tilgung) zahlte, in öffentliche Sektoren, wie den Bildungs- und Gesundheitssektor investieren, die allen Bürger*innen zugute kommen.

Doch seit dem Skandal um “versteckte Schulden” gilt das Land seit 2016 wieder als Problemfall. Die Coronakrise, weitere im Vertrauen auf den Gasverkauf aufgenommene Schulden sowie Mittel zur Rekonstruktion der durch Wirbelstürme zerstörten Infrastruktur verschlimmern die Situation.  Die Bedienung der Schulden schränkt den finanziellen Spielraum der mosambikanischen Regierung enorm ein.

Im Rahmen unserer Aktivitäten behalten wir das Thema der Verschuldung im Blick und stehen dazu mit unseren mosambikanischen Kooperationspartnern im Austausch.

Als Mitglied im Bündnisrat von erlassjahr.de (verlinken) setzen wir uns für die Schaffung eines fairen, unabhängigen und transparenten Insolvenzverfahrens für Staaten ein. Mit erlassjahr.de fordern wir, dass den Lebensbedingungen der Menschen in den verschuldeten Ländern mehr Bedeutung beigemessen wird als der Rückzahlung von Schulden.

WEITERE INFOS

Zum Hören & Sehen:
In unserem Podcast mit Dr. Adriano Nuvunga (CDD) vom 29.10.2021 sprechen wir mit ihm über die Finanz- und Schuldensituation Mosambiks.

Zum Lesen:
Im Rundbrief-Artikel „Geplatzter Traum?“ skizziert Kristina Rehbein (erlassjahr.de) den Zusammenhang zwischen Gesundheitskrise, Klimawandel und der Schuldensituation Mosambiks 

Außerdem finden sich in vielen Mosambik Rundbriefen Artikel zum Skandal um die „versteckten Schulden“.

Viele weitere Infos zur globalen Situation und zu Mosambik, findet ihr bei erlassjahr.de